Dienstag, 29. Oktober 2013

Die Eichel

Am Anfang war die Blüte,
grün leuchtet sie im Frühjahr
ist von ganz besonderer Güte
romantisch schaut ein Liebespaar.

Die Bienen holen sich den Pollen
für eine süße Sünde.
Bald muss sich die Blüte trollen,
wird weg geweht vom Winde.

Dann wächst eine kleine Nuss,
erst fast unsichtbar hinterm Laub
gut sichtbar zum Schluss
fällt sie im Herbst in den Staub.

Die Eichel wird nun Proviant.
Ein Eichhörnchen entdeckt die Nuss
und verputzt die Speise rasant,
welch unbeschreiblicher Genuss.



Sonntag, 27. Oktober 2013

Herbstmorgen

Ein weißer Schleier hat sich
unmerklich über das Land gelegt.
Ganz sachte und fast heimlich
hat er sich aus dem Bach bewegt.

Wattig lässt sich die Natur aufbauschen.
Hartes Gestein taucht in sanftes Antlitz.
Ein zarter Hauch lässt Blätter rauschen,
bis etwas durch den Schleier blitzt.

Klärchen lächelt erst mit Vorsicht,
doch schon bald hell hinter dem Schleier hervor
Der Schleier hebt sich für das warme Licht
und schiebt den Herbst in seinem buntesten Kleid hervor.

Die Sonne lässt die Natur
in den schönsten Farben leuchten.
Der Seele verpasst der Herbst eine Kur,
wohlig lässt er Augen leuchten.


Frühlingstraum

Die Finsternis, die sich als Schleier der Nacht
hat Dich in den neuen Tag hinüber gebracht,
weicht nun von Deinem Gesicht
und lässt es strahlen in gleißendem Licht.

Du richtest Dich auf
und blickst zum Fenster hinaus.
Was der Tag Dir wohl bringt,
ob Dein Tagwerk gelingt?

Du hörst die Vögel im Baum singen
also ob sie die frohe Kunde bringen
Der Tag er strahlt in heller Kraft,
Dein Tagwerk es wird sehr bald geschafft.

Du gehst hinaus und genießt das Licht
dass sich dort drüben im Weiher bricht
Hältst Deinen Finger ins Wasser hinein
der Frühling kann nicht mehr weit sein.